Interview „Dabeisein!“

Josef Bock über den ROTHENBERGER Meisterpreis

Josef Bock ist seit 25 Jahren in der Innung tätig und leitet die Geschäftsstelle der SHK-Innung Schweinfurt - Main - Rhön, die vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima 2011 zum Bundesleistungszentrum für Spengler-, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik ernannt wurde. Er ist Bundestrainer für die Teilnehmer der Berufswettbewerbe Worldskills und Euroskills und engagiert sich täglich in der Aus- und Weiterbildung. Der ROTHENBERGER Meisterpreis wird im Bundesleistungszentrum der SHK-Innung in Schweinfurt ausgetragen. Josef Bock und sein Team sorgen dafür, dass für die Vorbereitung und den Wettbewerb alle Materialien und Werkzeuge vor Ort sind und dass alle Teilnehmer eine eigene Wand für ihre Vorwandkonstruktion haben. Auch um die Verpflegung und das Abendprogramm kümmert sich das Innungs-Team – was bei den Teilnehmern der letzten zwei Meisterpreise hervorragend ankam.

Was ist Ihnen bei den Vorbereitungen zum Meisterpreis am wichtigsten?
Bei den Vorbereitungen zum Meisterpreis ist für mich wichtig, dass die Aufgabe, die wir den Teilnehmern stellen, sehr praxisnah ist. Es muss machbar sein.

Was macht den Meisterpreis besonders?
Das Schöne ist die Gemeinschaft, in der man zeigen kann, dass man vorne dabei ist. Jeder, der bisher dabei war, genießt das auch. Besonders sind aber auch die Preise. 3.000, 2.000 und 1.000 Euro für die Sieger sind viel Geld. Und die Preisverleihung bei ROTHENBERGER ist ein wunderschöner Tag – es gibt eine Werksführung und man lernt das Unternehmen näher kennen.

Worin liegt der Reiz eines Wettbewerbs wie dem ROTHENBERGER Meisterpreis?
Dabeisein! Mitmachen – jede Prüfung stärkt den Teilnehmer, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Man kann aus Wettbewerben wie dem Meisterpreis nur lernen. Es gewinnt also jeder – der eine ein bisschen mehr, der andere ein bisschen weniger.

Was müssen Teilnehmer aus Ihrer Sicht mitbringen?
Das erste, was man mitbringen muss, ist der Wille. Ich will da hin. Ich kann nur jeden ermutigen, mitzumachen. Natürlich ist da Unsicherheit, die Teilnehmer fragen sich „Was kommt hier auf mich zu?“, aber ich kann nur sagen, jeder der dabei war, hat es genossen.

Wie nah am Tagesgeschäft eines Installateurs oder Heizungsbauers ist die Wettbewerbsaufgabe des Meisterpreises?
Die Aufgabe entspricht dem, was die Meister draußen auch machen müssen, sicherlich etwas genauer, weil wir auf Maßgenauigkeit achten. Es sind Übungen dabei wie Löten, wie Pressen, PE-Schweißen, einfach eine Rohrverlegung – für jeden Meister ist das machbar.

Wie können sich Teilnehmer auf den Meisterpreis vorbereiten?
Ich würde empfehlen, einfach mal an der Werkbank eine Lötnaht zu machen, mal zu pressen, maßgenau etwas zu biegen, insgesamt einfach exakt zu arbeiten. Maßgenauigkeit ist das Wichtigste bei der Bewertung des Wettbewerbs.